Juliane Ehrich

Public Relations | liebt Twitter, Städtereisen & Cat-Content | Elektromobilität


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Und es kam anders als ich dachte

Als ich  meinen letzten Blogeintrag schrieb, dachte ich, mein nächster Urlaub würde ein Roadtrip werden, ich würde zukünftig häufiger bloggen und meine berufliche Zukunft wäre noch ungewiss. Wie es im Leben so läuft, kam es aber anders. Das Offensichtliche zu erst: Ich bin bis heute nicht dazu gekommen zu bloggen. Aber ich bin nach wie vor fest entschlossen, häufiger Artikel zu schreiben oder wenigstens ein paar Bilder zu posten.

Der Roadtrip fand leider auch nicht wie geplant statt. Statt dessen bin ich mit meinem Freund und meiner Mama nach Brighton, England gefahren. Der Anlass für diese Reise war sehr traurig, aber wir haben versucht das beste aus der Situation zu machen. So haben wir mit Freunden Ausflüge zum Devil’s Dyke und Beachy Head unternommen und haben uns den Royal Pavilion angeschaut. Ein Blogpost dazu folgt noch – hier schon mal ein erstes Bild.

Blick auf die neue Pier.

Blick von oben auf Brighton mit der neuen Pier im Hintergrund.

Die letzte unerwartete Wendung war zum Glück erfreulicher. Nachdem ich seit Juli als Freelancer für AKASOL gearbeitet habe, hat mich die Firma zum 01. Januar festangestellt. Ursprünglich sollte ich ja nur einen Messeauftritt mit vorbereiten. Dann wurde mein Auftrag bis Dezember verlängert und schließlich wurde ich übernommen. Mittlerweile betreue ich nicht nur für AKASOL, sondern auch für alle anderen Unternehmen der Schulz Group die komplette Kommunikation (also Marketing und Öffentlichkeitsarbeit). Wenn mir das jemand im Juli gesagt hätte, hätte ich das nicht geglaubt. Wenn es so läuft, mag ich Planänderungen sehr gern.


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Urlaubspläne 2013

Letztes Jahr hatte ich wegen meines Praktikums keinen wirklichen Urlaub. Ok, zwei Kurztrips zu meinem Freund nach Finnland gab es schon, aber eben keinen richtigen Urlaub. Ende September 2013 ist es aber endlich wieder soweit: Wir bepacken Bernie (meinen nahezu unverwüstlichen Kia Picanto) und starten eine Tour gen Osten. Von Darmstadt, wollen wir über Leipzig, Dresden und Prag ins Riesengebirge und dann über Polen nach Berlin. Ich bin schon ganz vorfreudekribbelig. In letzter Zeit wurde das Fernweh dann doch immer größer und jetzt gibt es endlich einen Fixpunkt am Horizont. Vielleicht hat ja jemand von Euch einen Tipp für günstige Unterkünfte in Prag, dem Riesengebirge, Breslau und Posen? Ich freu mich über jeden Vorschlag.

So in etwa wird unsere Route aussehen:


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Streetart in Europa

Wenn ich reise, fotografiere ich besonders gern Straßenkunst. So kann ich am schnellsten das Feeling einer Stadt aufnehmen und für mich einfangen. Angefangen hat alles 2010. Damals bin ich mit meinem Freund und zwei weiteren Freunden mit einem VW Bully vom Odenwald aus über Prag und Bratislava nach Budapest, Zagreb, Rijeka und Triest gefahren. Auf dieser Reise habe ich das erste mal Streetart bewusst wahrgenommen und viele Bilder geschossen. Im Sommersemester 2011 habe ich dann für das Hochschule-Projekt strabada.de einen Artikel zu Streetart in Darmstadt geschrieben.

In der Galerie habe ich einige Fundstücke aus Vilnius, Leipzig und Prag zusammengestellt:


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Blumige Begrüßung bei Skoda

Seit dem 1. März 2013 schreibe ich meine Bachelor-Arbeit bei Skoda Auto Deutschland. Um letzte Formalitäten zu klären, hatte ich eine Woche später ein Gespräch mit einer Mitarbeiterin der Personalabteilung. Neben einer Mappe mit der Brandschutzaufklärung und weiteren Merkblättern, erhielt ich noch diesen Blumenstrauß: 

Blumige Begrüßung

Blumige Begrüßung

Angesichts des Winterwetters da draußen eine wirklich eine schöne Überraschung. Nach so einer herzlichen Begrüßung freue ich mich jetzt erst Recht bei Skoda meine Arbeit schreiben zu können.


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Kaddisch für einen Parteivorsitzenden

Zehn Jahre war Guido Westerwelle Bundesvorsitzender der FDP – der einzigen liberalen Partei in Deutschland. Am vergangenen Freitag – übrigens ein dreizehnter – endete die Ära-Westerwelle mit, von der Presse ausführlich erwähnten, stehenden Ovationen durch seine Parteigenossen. Eine derartige Bestätigung aus den eigenen Reihen erfuhr Westerwelle in den vergangenen Jahren nicht immer. Noch häufiger geriet er mit seinen Ansichten bei Wählern, den Oppositionsparteien und den Medien in die Kritik.

Als Westerwelle 2001 den Bundesvorsitz der Liberalen übernahm, ruhte zunächst alle Hoffnung auf ihm. Nachdem er in den Jahren zuvor das Parteiprogramm maßgeblich mit beeinflusst hatte, vertraute man darauf, dass er die Gelben aus einem Dornröschenschlaf erwecken würde. Mit der kühnen Kampfansage „Projekt 18“ zog er als Kanzlerkandidat der FDP 2002 in den Wahlkampf. Zielstrebig erarbeitete er sich mit seinen teilweise unkonventionellen Methoden – vielen dürfte noch das Guidomobil in Erinnerung sein – tatsächlich einen Kanzlertitel. Den des Spaßkanzlers. Ein Image war geboren und es sollte Guido Westerwelle bis heute nicht wirklich verlassen. Dass die FDP bei dieser Wahl ihren Stimmenanteil von 6,2 auf 7,4 Prozent verbesserte, ging damals etwas unter.

Bei den Bundestagswahlen 2009 gelang der FDP unter Westerwelle schließlich der große Coup. Mit 14,6 Prozent der Stimmen erzielten die Liberalen nicht nur ihr bis dato bestes Ergebnis bei einer solchen Wahl, sie koalierten auch mit der CDU und stellten so einen Teil der Regierung. Westerwelles Beute: der Posten des Außenministers und des Stellvertreters der Bundeskanzlerin, auch Vizekanzler genannt. Zu diesem Zeitpunkt hätte Westerwelle sein altes Image ablegen und zu neuen Ehren aufsteigen können. Doch zunächst kam es anders. Bereits einen Tag nach der Wahl parierte er die auf englisch formulierte Frage eines BBC-Reporters mit den Worten, man sei hier in Deutschland und da spreche man deutsch. Auch wenn Westerwelle mit dieser Aussage nicht ganz Unrecht hat, lassen sich mit solchen Worten kaum Freunde gewinnen. Schlimmer kam es schließlich, als er im Februar 2010 die Hartz-IV-Entscheidung des Bundesverfassungsgericht mit „spät römischer Dekadenz“ verglich. Da half es auch nicht mehr darauf hinzuweisen, dass die Aussage falsch gedeutet worden sei – noch mehr der wenigen Sympathien waren verloren.

Westerwelle drohte in die Rolle des peinlichen Onkels abzurutschen, den wohl jede Familie hat: er ist da, er gehört dazu, eigentlich ist er auch ganz nett, würde er nur nicht immer so unpassende Sachen sagen. Im Gegensatz zu Familien, kann eine Partei aber eingreifen, bevor der Ruf endgültig ruiniert ist. So kam es, dass in der FDP Anfang des Jahres eine Führungsdebatte entbrannte. Die Rücktrittsforderungen konnte der einstige Spasskanzler schließlich nicht mehr ignorieren. Westerwelle zog im April die Konsequenz und ging aus dem Machtgerangel als eindeutiger Verlierer hervor. Aber selbst hier erzielte er noch einen Achtungserfolg – das Amt des Außenminister wolle er bis zum Ende der Legislaturperiode behalten. Nun denn!

Die bange Frage, wer Guido Westerwelles (un)dankbare Erbfolge antreten wird, ist seit Freitag geklärt. Philipp Rösler tritt in die, nach FDP-Maßstäben nicht kleinen, Fussstapfen des Mannes, dessen tieffliegende Karriere gerade noch vor der totalen Bruchlandung abgebremst wurde. Zusammen mit den Jungen, nicht wirklich Wilden, Bahr und Lindner, könnte Rösler der FDP zu neuen Höhenflügen verhelfen. Ihm wird, wie seinerzeit Westerwelle, das nötige Potenzial attestiert und zusätzlich ist er auch noch ein Sympathieträger, um nicht zusagen Schwiegermuttertyp. Die Weichen für die Liberalen sind gestellt und man darf gespannt sein, ob der peinliche Onkel nicht doch noch aufersteht.


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Museumstipp für Budapest: Das Haus des Terrors

Auch wenn wir die Budapester „Andrássy út 60“ freiwillig als Touristen betreten und nicht als Delinquenten, spüren wir sofort die Bedrohung die einst von diesem Ort ausging. Das Foyer ist schwach beleuchtet, im Hintergrund läuft ein für diese Ausstellung komponiertes Requiem und wir hören schluchzende Stimmen. Sie stammen von Zeitzeugen der faschistischen und kommunistischen Diktaturen Ungarns, die auf Monitoren im Kassenraum unter Tränen von ihren Schicksalen berichten.

Um zum Beginn der Ausstellung zu gelangen, fahren wir mit einem gläsernen Aufzug in das zweite Obergeschoss. Vom Fahrstuhl aus schauen wir in das Treppenhaus, das von einem Panzer fast völlig ausgefüllt wird. Der Panzer ist schwarz und umgeben von einer schwarzschlierigen Flüssigkeit. An den Wände ziehen die Gesichter der Opfer an uns vorbei. Es sind viele Gesichter.

Einer der Ausstellungsräume ist länglich, die Wände ähneln Bretterverschlägen, auf Monitoren rauschen Gleise und Landschaften an uns vorbei. Der Boden zeigt eine vergilbte Landkarte Ungarns. Dieser Teil der Ausstellung erinnert an die Deportation tausender Ungarn in die Gulags – Arbeitslager. Wir hören das rattern der Waggons auf den Schienen und ich bilde mir ein, der Boden unter meinen Füßen vibriert. Mir tun die Opfer leid – und die Museumswärter, die das hier jeden Tag erleben müssen.

Die Faschisten und Kommunisten nutzten die Kellerräume des Haus des Terrors als Gefängnis. Während ich durch die engen Gänge laufe und in die Zellen spähe, wächst in mir die Beklemmung. Von einem Raum am Ende des Hauptwegs erhoffe ich mir Platz. Als ich ihn betrete, stehe ich vor mehreren Galgen.

Das Haus des Terrors
Adresse: 1062 Andrássy út 60
Stadt: Budapest
Bezirk: Bezirk 6. Zentrum
Telefon: 374 2600
Öffnungszeit: Di–Fr: 10 -18 , Sa–So: 10 –20

http://www.terrorhaza.hu/

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